25 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 11 der Internationale Gesamtschule Heidelberg haben am 26. März 2026 einen ganzen Tag im Wald verbracht – und dabei aktiv etwas für den Klimaschutz getan. Auf einem Waldstück bei Grombach, einem Ortsteil von Sinsheim, pflanzten sie insgesamt 160 junge Bäume.
Der Ausflug bildete gleichzeitig den Abschluss des NwT-Kurses der Klasse 9A zum Thema Klimaschutz und erneuerbare Energien. Organisiert wurde die Aktion vom Umweltteam der Schule, das einmal im Jahr eine große Baumpflanzaktion auf die Beine stellt. Unterstützt wurde das Projekt von der Non-Profit-Organisation Aktion Baum.
Gemeinsam für den Wald der Zukunft
Unter Anleitung von Förster Jan lernten die Schülerinnen und Schüler zunächst, warum der Wald in der Region derzeit stark unter den Folgen des Klimawandels leidet. Besonders die Fichte, lange Zeit eine dominierende Baumart, stirbt vielerorts ab – geschwächt durch Trockenheit, Hitze und Schädlinge.
Um die Wälder widerstandsfähiger zu machen, setzen Forstleute heute auf einen vielfältigeren Mischwald. Genau daran beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler aktiv: Sie pflanzten Weißtannen, Atlaszedern und Lärchen. Diese Baumarten ergänzen die vorhandenen Buchenbestände und sorgen langfristig für einen größeren Genpool im Wald. Ein solcher Artenmix erhöht die Chancen, dass der Wald auch unter sich verändernden Klimabedingungen gesund bleibt.
Lernen durch eigenes Handeln
Neben dem ökologischen Nutzen standen auch pädagogische Ziele im Mittelpunkt der Aktion. Die Schülerinnen und Schüler konnten direkt erleben, welche Folgen der Klimawandel bereits heute hat – etwa das großflächige Fichtensterben. Gleichzeitig bot die Pflanzaktion eine Gelegenheit, selbst aktiv zu werden.
„Ich tue etwas Gutes für die Zukunft und sehe das Ergebnis direkt“, beschreibt ein Schüler das Gefühl, einen Baum zu pflanzen, der vielleicht viele Jahrzehnte wachsen wird. Solche Erfahrungen stärken das Gefühl von Selbstwirksamkeit und machen Klimaschutz greifbar.
Wald erleben und als Team arbeiten
In kleinen Pflanzteams arbeiteten die Jugendlichen zusammen, verteilten Setzlinge, gruben Pflanzlöcher und setzten die jungen Bäume ein. Neben der praktischen Arbeit blieb auch Zeit, den Wald bewusst zu erleben – fernab vom Klassenzimmer.
Die gemeinsame Aufgabe sorgte dabei für ein positives Gruppenerlebnis: Die Teams unterstützten sich gegenseitig und konnten am Ende des Tages stolz auf das Ergebnis blicken. 160 neue Bäume stehen nun im Wald von Grombach – ein kleiner, aber sichtbarer Beitrag zum Waldumbau und zum Klimaschutz.
Mit Aktionen wie dieser verbindet die Internationale Gesamtschule Heidelberg Umweltbildung mit praktischem Engagement.
Jens Neumann Für das Umweltteam der IGH



